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Sehenswürdigkeit

Gefallenendenkmal 1. Weltkrieg

In den 1920er-Jahren vom Kriegerverein Dölau errichtet, erinnert das Denkmal an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs 1914-1918. 2020 aufwendig saniert.

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Errichtung

Der Kriegerverein / Heimatverein Dölau fasste in den Jahren nach 1920 den Beschluss, zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges 1914/1918 ein Denkmal zu errichten. Zehn Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges ermöglichten diese Vereine um 1924 durch Spendensammlungen die Errichtung des Gedenksteines.

Bild zeigt das Denkmal um 1930 – Postkarte Fam. Schönfelder

Sanierung 2018/2019

Nach ca. 100 Jahren Standzeit befand sich das Denkmal im Jahre 2018 in einem unwürdigen Zustand. Die Idee zur Sanierung des Gefallenendenkmals entstand auf der Grundlage eines Artikels über das Denkmal in der Dölauer Zeitung (Oktober 2018), verfasst von Herrn Prof. Dr. Schönfelder.
Im Frühjahr 2019 gründete sich die „Initiative Gefallenendenkmal Dölau“, die sich zum Ziel setzte, durch eingeworbene Spendenmittel eine Sanierung des Denkmals zu ermöglichen. Unterstützung für ein erstes Sanierungskonzept gab es durch die fachkundige Beratung des Landeskonservators i. R., Herrn Voß.
Die „Initiative Gefallenendenkmal Dölau“ wurde als Interessengemeinschaft in den Verein „Freunde der Bau- und Kunstdenkmale Sachsen-Anhalt e. V.“ eingebunden.

Recherche

Zunächst erfolgten zeitaufwändige Recherchen zur Entzifferung der verwitterten Denkmalinschriften in Kirchenbüchern, im Stadtarchiv sowie in Unterlagen der Ortschronik Dölau (Verfasser: Dieter Schmeil). Die Namen der Gefallenen befanden sich ehemals auf den Brüstungsfeldern der in den 1950er-Jahren abmontierten Empore der Kirche auf dem Dölauer Friedhof. Leider gibt es davon nur noch Fotodokumente.
Des Weiteren wurden Rücksprachen mit den Herren Urbach, Thate und Marr aus Dölau geführt.
In der Schmeilschen Ortschronik waren nur 75 Namen von Gefallenen verzeichnet. Neue Recherchen erbrachten weitere Namen gefallener Dölauer. Im Laufe der im Juli 2019 beginnenden Denkmalsanierung konnten mittels fototechnischer Untersuchungen von Fachleuten des Landesamtes für Denkmalschutz Sachsen-Anhalt nochmals drei Namenszüge identifiziert werden. Damit sind 88 der ca. 91 Namensinschriften wieder „ans Licht“ gebracht worden.
Die Bekrönung des Denkmals mit Kränzen war ebenfalls stark verwittert. Trotz Recherchen waren keinerlei Hinweise auf das Vorhandensein von zeittypischen Symbolen innerhalb der Kränze zu finden.

Umfeldgestaltung

Außer der Denkmalsanierung wurde auch das Denkmal-Umfeld neu gestaltet. Hierzu erfolgte eine Geländeprofilierung mit neuer Zuwegung, die Pflanzung eines zusätzlichen Starkbaumes sowie das Aufstellen von Granitbänken. Diese Maßnahmen geben dem Areal des Platzes nun eine sichtbar höhere Qualität.
Die Arbeiten zur Sanierung und Umfeldgestaltung wurden finanziell durch umfangreiches Spendenaufkommen der Dölauer und anderer Bürger ermöglicht. Ein Großteil der Sanierungskosten konnte durch die Zuwendungen der Stadt Halle sowie der Saalesparkasse Halle abgedeckt werden.

Foto von den Sanierungsarbeiten am 11.09.2019

Dank

Unser Dank gilt weiterhin: der Stadt Halle mit den Fachbereichen Kultur, Untere Denkmalschutzbehörde und Grünanlagenbau; dem Steinrestaurator Herrn Albrecht (Steinsanierung); dem Steinmetzbetrieb Korger (Schrift); Designern der Hochschule für Kunst und Design „Burg Giebichenstein“ (Informationsstele); den Herren Dr. Wissenbach und Wolfermann für Rat und Tat.
Materielle Leistungen kamen von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dölau und Mitarbeitern der FUTUR Baugesellschaft Dölau.

Karl Lehmann und Peter Willner
„Initiative Gefallenendenkmal Dölau“

Fotos: Archiv Bernd Wolfermann

Lage auf der Karte