Donnerstag, den 12.September 2024 war es soweit. Mit der Durchführung des vierten bundesweiten Warntages mit Probewarnung erklang erstmals seit vielen Jahren eine Sirene im Ort. Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten war man Sparzwängen im Haushalt der Stadt ausgesetzt bzw. führte die Verwaltung neue Informationstechnologien der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ein. Nach 1990 verschwand somit auch die Dölauer Sirene vom Dach des Schlauchturmes der Feuerwehr. Warnungen und Informationen im Gefahrenfall für die Bevölkerung sollten Rundfunk und Fernsehen ausstrahlen. Erfahrungen jedoch ein Sinneswandel ein. In den Folgejahren setzte auf Grund der gesammelten Erfahrungen jedoch ein Sinneswandel ein. Statistisch wurden immer mehr Naturkatastrophen mit entsprechenden Schäden und Todesfällen registriert.



Bild 1: Die neue Sirene auf dem Feuerwehrgebäude. (Foto: Bernd Wolfermann)
Bild 2: Diese Zeichnung des Dölauer Malers Karl Werner von 1935 zeigt noch die alte Sirene auf dem Schlauchturm des 2018 abgerissenen Feuerwehrgebäudes. (Foto aus Dölauer Hefte Nr.14, Abb.3)
Bild 3: Bereits 1995 ist die Sirene auf dem Schlauchturm nicht mehr exisistent. (Foto aus Dölauer Hefte Nr.14, Abb.17)
Statistisch wurden immer mehr Naturkatastrophen mit entsprechenden Schäden und Todesfällen registriert. Am bekanntesten ist wohl in Deutschland das Unwetter in der Nacht vom auf dem 14. zum 15.07.2021 im Arltal geworden. Innerhalb weniger Stunden fielen mehr als 100 l Regen pro m². Häuser wurden weggespült. Es gab Tode und Verletzte. Die Menschen wurden förmlich im Schlaf überrascht. Hier zeigte sich, dass das beste Handy mit Warnapp nichts nützt, wenn der Mensch schläft oder sogar die Sendemasten für den Mobilfunk zerstört bzw. wegen Stromausfall nicht funktionsfähig sind. In Halle hatte man sich bereits vor dieser Katastrophe entschieden, die bewährten Sirenen wieder zu installieren. Überschwemmungen und Stürme hatten wir schließlich auch schon in den letzten Jahren in Halle erlebt. Im zweiten Quartal 2023 war es soweit. Auf dem Dach unseres neuen Feuerwehrgebäudes wurde eine elektronische Sirene installiert. Da diese nun einsatzbereit ist, möchten wir Sie über die Bedeutung der einzelnen Signale informieren.
Signal 1: Sirenentest (Bild 7) Ein Ton von 12 Sekunden Dauer. Dieses Signal wurde bereits ab 1928 als Probesignal eingeführt.
Signal 2: Feueralarm (Bild 8) 3 Töne von je 12 Sekunden Dauer mit 12 Sekunden Pause
Signal 3: Katastrophenalarm (Bild 9) 12 Schwelltöne von jeweils 5 Sekunden. Sollte das Signal für Katastrophenalarm ertönen, bewahren Sie Ruhe, testen Sie ob Strom anliegt, um dann das Radio oder den Fernseher anzuschalten.
Signal 4: Entwarnung (Bild 10) Dauerton von einer Minute
Quelle für Signale der Feuerwehr: https://www.brand-kats-mv.de/Katastrophenschutz/sirenensignale/
