Waldhotel
Sehenswürdigkeit

Waldhotel

1902 von Carl Ellemann aus weißen Dölauer Ziegeln erbaut. Über ein Jahrhundert lang Konditorei, Café und Hotel am Rand der Dölauer Heide.

51,50855
Breitengrad
11,89209
Längengrad

Aus der Geschichte des Hauses:

Konditorei Ellemann

1902 ließ der Bauherr Carl Ellemann das Gebäude aus weißen Dölauer Ziegeln errichten und eröffnete darin eine Konditorei mit Café. Die Backstube lag im Erdgeschoss, die Konditorei im ersten Stock.

Café Hartmann

1911 übernahm Wilhelm Hartmann die Konditorei und benannte das Haus in „Café Hartmann“ um. In dieser Zeit wurde baulich erweitert: Die Gasträume zogen ins Erdgeschoss, ein Saal mit Veranda kam hinzu, und der Biergarten wurde ausgebaut. 1928 folgte eine Erweiterung in der Waldstraße; am Heideweg entstand der große Saal mit Küche.

Ab 1930 wurde die Fassade neu gestaltet. Über dem Eingangsportal mit dem markanten Ecktürmchen stand nun „Konditorei und Kaffeehaus Hartmann“. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es jeden Mittwoch, Sonnabend und Sonntagnachmittag Kaffeekonzert, und das Restaurant lud in der Zeitung zu Schlachtefesten ein.

Nachkriegszeit und DDR

Von 1945 bis 1947 nutzte die sowjetische Kommandantur das Gebäude. Ab 1948 übernahm es der gleichnamige, am 15. September 1919 geborene Sohn Wilhelm Hartmanns. 1953 wurde das Lokal an die DDR-Handelsorganisation (HO) verpachtet und führte fortan den Namen „Café am Heiderand“. Wilhelm Hartmann blieb Gaststättenleiter und belieferte bis 1956 alle halleschen HO-Gaststätten mit Konditoreiwaren. 1977 wurde das Grundstück wegen einer schweren Erkrankung Wilhelm Hartmanns an die HO verkauft. Im Mai desselben Jahres übernahm der namensgleiche Wilhelm Hartmann die Leitung der HO-Gaststätte und führte das Café bis 1993.

Vom Café zum Waldhotel

Nach der Wende nahm die Treuhand die staatliche Gaststättenkette in Verwaltung. 1993 kaufte Frank Liebsch das Objekt von der Treuhand. Nach grundhafter Sanierung wurde das Restaurant am 1. Mai 1995 als „Waldhotel“ neu eröffnet. Bis heute wird das Haus als Waldhotel mit Restaurant, großem Saal, Gartenrestaurant und Hotelzimmern am Rand der Dölauer Heide betrieben.

Quellen

  1. Dieter Schmeil, Dölauer Heft Nr. 2 – Die Gastronomiegeschichte eines Saalkreisortes, 1. Ausgabe 2012, Schäfer Druck & Verlag GmbH, Langenbogen.
  2. Gisela Wissenbach, Dölauer Heft Nr. 6 – Dölauer Ansichtskarten. Postalische Grüße aus einem Heidedorf, 1. Ausgabe 2014, Schäfer Druck & Verlag GmbH, Langenbogen.

Weitere Informationen erfahren Sie über die Internetadresse www.waldhotel-halle.de !

Lage auf der Karte