Keiner der Einwohner von Dölau kann sich erinnern, jemals einen solchen Abend erlebt zu haben. Selbst in Überlieferungen von Dölau ist kein Hinweis auf ein solches Ereignis zu finden. Am 07.07.2015 zog gegen 20.15 Uhr eine Gewitterfront über Dölau hinweg. Windböen mit einer Geschwindigkeit über 9, verbunden mit starkem Hagelschlag hinterließen eine

Schneise der Verwüstung. Augenzeugen berichteten über einen Wolkenwirbel beim Heranziehen des Sturmes. Wenn man die Zerstörungen verfolgt, ist nicht auszuschließen, dass ein Tornado aus Richtung Lieskau kommend in Höhe Wäldchen „Am Birkenholz“ sein Zerstörungswerk in Dölau begann. Er raste nahe am Imkerweg entlang, über

die Salzmünde Straße, Stadtforststraße, streifte den Friedhof und zog in Richtung Lettin bzw. Kröllwitz. Der Sturm war so stark, dass der gesamte Ort betroffen war. Lichtmasten und Bäume brachen um, Dachziegel flogen durch die Luft, in Gärten aufgestellte Sportgeräte flogen durch die Luft. Selbst Trampolins mit 4 m Durchmesser

versetzte der Sturm dutzende Meter weiter in andere Grundstücke und Bäume stürzten auf parkende Autos. Was man sich im Fernsehen über Unwetterberichte angesehen hatte, konnten nun die Einwohner von Dölau selbst erleben. Es geschah etwas, was man nie vermutet hätte. Vielleicht stellt sich Mancher an Hand des Erlebten

die Frage: Gibt es doch einen Klimawandel?

Die Bilder sind nur eine kleine Auswahl der Sturmschäden von Dölau!

(Bilder können vergrößert werden.)

Quellen der Aufnahmen: Archiv Bernd Wolfermann