Neues vom Dölauer KrankenhausSeit dem 1. Januar 2026 gehört das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau zum katholische Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara. Künftig soll ein großes Krankenhaus die Patientenversorgung in Halle (Saale) und im südlichen Sachsen-Anhalt übernehmen. Dies haben die Aufsichtsgremien der Trägergesellschaften der beiden halleschen Krankenhäuser, der Elisabeth Vinzenz Verbund mit Sitz in Berlin und das Diakoniewerk Martha-Maria mit Sitz in Nürnberg, mit großer Mehrheit beschlossen. 1)Das Unternehmen nennt als Grund für den Zusammenschluss wirtschaftliche Herausforderungen. Ziel ist es nach Angaben des Sprechers, die Versorgung langfristig zu sichern, Ressourcen zu bündeln und den Trend zu mehr Ambulanzen aufzugreifen. 2)Im Mittelpunkt steht ein gemeinsames Medizin- und Standortkonzept, das darauf abzielt, die Notfallversorgung in der Stadtmitte zu stärken, während elektive medizinische Leistungen überwiegend am Standort Halle-Dölau verortet werden. 1)Der Krankenhausverbund umfasst dann mehr als 1.100 Betten und fast 3.000 Beschäftigte an drei Standorten. Die Zahl der Betten soll nach Angaben des Unternehmens aber mittelfristig auf etwa 850 sinken. Im Frühjahr solle das Krankenhaus auch einen neuen Namen erhalten und rund 30 medizinische Fachbereiche an den drei Standorten gebündelt werden. 2)Prinzipiell sind Beschäftigte und Patienten des Dölauer Krankenhaus glücklich, dass es bei dem „Einsparungswahn“ im deutschen Gesundheitswesen zu keiner Schließung des Dölauer Krankenhauses bisher gekommen ist. Aber gerade bei älteren Einwohnern kommen durch die Beiträge und Diskussionsrunden in Presse und Fernsehen Ängste auf. Schließlich berichtete auch die Fernsehsendung „Fakt ist“ am 05.11.2025 im MDR, dass es 1990 vor der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten in Sachsen-Anhalt (Bezirke Magdeburg und Halle) noch 70 Krankenhäuser gab, die bis 2025 auf 44 Krankenhäuser reduziert wurden. (B.W.)Quellen: 1) https://www.bibliomedmanager.de/news/halle-krankenhausfusion-st-elisabeth-martha-maria2) https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/halle/halle/krankenhaus-sankt-elisabeth-barbara-martha-maria-100.html3) Das Dölauer Krankenhaus-Dölauer Hefte Nr.7, Dr. Christian Richter, Schäfer Druck & Verlag GmbH Langenbogen 2015
Aufnahme vom Bau des Krankenhauses ab 1936 als modernstes Luftwaffenlazarett Deutschlands. Es war ein Projekt der Vorbereitung auf den Zweiten Weltkrieg. 3)
Fahne des Bergmanns-Vereins Dölau findet neue HeimstätteZu den im 19.Jahrhundert gegründeten Vereinen in unserem Stadtteil gehörte unter anderem der „Bergmanns-Verein Dölau“. „Im Jahr 1887 gegründet, gehörte der bis 1945 noch offiziell bestehende Bergmanns-Verein Dölau zu den wirtschaftlichen Vereinen, der vorwiegend die Berufsinteressen seiner Mitglieder vertrat. Von Anfang an hatte der Bergmanns-Verein aber auch kulturelle Funktionen im Ort und pflegte bergmännische Traditionen.“ 1) Ob bei Veranstaltungen, Festumzügen oder Versammlungen, die Fahne des Vereins wurde als Symbol mitgeführt. Verantwortlich für diese Vereinsfahne fühlte sich Franz Busse (25.06.1884 - 21.01.1958). Der in Dölau Geborene und aus einer alten Bergmannsfamilie Stammende, dürfte wohl zu den letzten im Dorf wohnenden Bergleuten gezählt haben. Nun haben die Nachkommen von Franz Busse beschlossen die bisher aufbewahrte Vereinsfahne der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Am 03.Februar diesen Jahres übergab der Enkel von Franz Busse, Gerhard Busse, dem Stadtmuseum Halle (Saale) dieses Dokument der Dölauer Vereinsgeschichte. (B.W., Februar 2026) Quellen: 1)Dölauer Vereine, Müller/Wissenbach, 1.Ausgabe 2016, Schäfer Druck & Verlag GmbH, Langenbogen 2) Archiv Gerhard Busse 3) Foto Bernd Wolfermann
Die Mitglieder des Bergmanns-Vereins Dölau mit der Vereinsfahne vor der Gaststätte „Dölauer Heide“ um 1900 2)
Gerhard Busse mit der Konservatorin Petra Selbmann in der Werkstatt des Stadtmuseums 3)
Foto von der Übergabe der Vereinsfahne durch Gerhard Busse an das Stadtmuseums der Stadt Halle 3)
Redaktionsfest der „Neuen Dölauer Zeitung“Am 05.03.2026 fand im Waldhotel ein Redaktionsfest der „Neuen Dölauer Zeitung“ unter dem Motto „Orden, Auszeichnungen und Ordensträger aus Dölau“ statt. Eine kleine Sonderausstellung mit Orden und Ehrenzeichen der letzten 100 Jahre aus Dölauer Familien ergänzte das Programm der Organisatoren.Die Verleihung des Dölauer Treueabzeichens an jeweils einen Vertreter der treuesten Autoren, Sponsoren, Zusteller und Leser der Dölauer Hefte und Zeitungen schloss sich an. Nach einer Pause folgten Filmbeispiele aus 15 Jahren Präsentations- und Auswertungsveranstaltungen zu lokalgeschichtlichen Themen (Bergbau, Krankenhaus, Dölauer Geschichten, ältester Führerschein). Der traditionelle abschließende Gesang mit musikalischer Begleitung von Volker Räthe am Klavier und Johannes Knackstedt mit Gitarre beendete diese Veranstaltung. (B.W.)
Ab 18:00 Uhr konnten die ca. 100 Gäste folgende Kurzvorträge verfolgen:- Berühmte Ordensträger weltweit und in Dölau – Dr. Wissenbach- Karl Marx Orden in Dölau – Bernd Wolfermann- Ehrentitel und Auszeichnungen im Schulwesen – Renate Sobe- Dölauer Carnevalsorden seit 1980 – Dagmar Stoye- Rückblickauf 14 Dölauer Hefte, 17 Dölauer Zeitungen und die dazugehörenden lokalgeschichtlichen Veranstaltungen sowie Bericht über die aktuelle Märzausgabe – Dr. Wissenbach
Oben rechts:Eröffnung der Veranstaltung durch Dr. Jörg-Thomas WissenbachRechts Mitte:Blick in den ZuschauerraumRechts unten:Volker Räthe und Johannes Knackstedt beim SchlußliedLinks:Fotos von Orden und Auszeichnungen Dölauer Einwohner
Das beigefügte Video zeigt einen Mitschnitt der Veranstaltung (außer die Dokumentation:„Filmbeispiele aus 15 Jahren lokalgeschichtlichen Veranstaltungen“).