bei Halle an der Saale Willkommen in Dölau Auf dieser Seite werden Geschichten, Überlieferungen und Tatsachen zu lesen sein. Gleichzeitig werden Sie neben Erlebnisberichten von Dölauer Einwohnern, auch Veröffentlichungen und Meinungen zu bestimmten Problemen finden. Heute geht es um ...                                                                                            Bisher veröffentlicht: Bernd Wolfermann, Geschichte über die Entdeckung der Kohle in Dölau Bernd Wolfermann, Das erste buddhistische Haus von Deutschland in Dölau Günter Hübner, Unser Haus und die Bombe                                                                                    Dr. Jörg-Thomas Wissenbach, Die Geschichte von Dölau in den Dölauer Heften Bernd Wolfermann, Das Orts-Statut (Straßenreinigung) von Dölau aus dem Jahr 1908 Dr. Jörg-Thomas Wissenbach, Kleines Dorf mit viel Kirche                     Führung über den Dölauer Friedhof  Das folgende Video wurde am 20.10.2013 während einer Führung über den Dölauer Friedhof mit Dr. Walter Müller  aufgenommen. Wenn es auch erst heute dem Zuschauer zur Verfügung steht, so haben die vermittelten Informationen  nicht an Bedeutung verloren. Sie sind Anregung, um sich mit bestimmten Abschnitten der Dölauer Geschichte zu  beschäftigen. Da seit dem Tag der Führung einige neue Dölauer Hefte erschienen sind bzw. noch erscheinen werden,  können diese zusätzliches und ergänzendes Wissen liefern. Herr Dr. Walter Müller hatte interessante Fakten über den  Dölauer Friedhof, dessen Gestaltung, die Geschichte einzelner Gräber und natürlich über die Menschen zu berichten,  die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.   Übrigens ist Herr Dr. Walter Müller Co-Autor des „Dölauer Heftes“ Nummer 10. Nach dieser Führung beschäftigte er  sich intensiv mit der Vereinsgeschichte unseres Ortes.   Interessant an diesem Filmdokument ist auch der Umstand, dass die Aufnahmen vor dem 07.07.2015 entstanden. So  bekommt man einen Eindruck vom Dölauer Friedhof, wie er vor dem Unwetter aussah, das an diesem Tag über unsere  Gegend raste und starke Zerstörungen verursachte.  Bernd Wolfermann 
Den Architekten des Dölauer Krankenhauses Eine Führung über den Dölauer Friedhof & Der Architekt des Dölauer Krankenhauses Wenn es um die Geschichte des Dölauer Krankenhauses geht, wird als Architekt immer Ernst Georgi ausgewiesen. Richtig ist, dass er als ausführender Architekt  und als Bauleiter die Errichtung des Krankenhauses geleitet hat. Der Entwurfsarchitekt  aber war Hermann Distel. In welcher Leistungsphase die Schnittstellen zwischen beiden bestanden, konnte nicht sicher geklärt werden. Distel (1875-1945) war ein berühmter deutscher und international anerkannter Architekt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.                 Neben der Konzeption von Eigenheim-, Verwaltungs-, Wohn- und Industriebauten war er auch in den Umbau des Hamburger   Stadttheaters (heute Oper) eingebunden.         Später wurde der Krankenhausbau zu seinem                                                           Spezialgebiet. Fast 90 nationale und               internationale Projekte verbinden sich mit          seinem Namen. Der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Albert Speer  beauftragte Distel während der nationalsozialistischen Zeit unter anderem mit der Planung des riesigen Universitätsklinikums (mit 3250 Betten) für die geplante Reichshauptstadt Germania. Ab 1936 wurde Distel auch zum Experten für das Lazarettwesen, das   die Militärbereiche Heer, Marine und Luftwaffe einschließt. In den Bereich der Lazarettbauten fiel ebenso die Konzeption des Reichs- luftwaffenlazaretts in Dölau. Zu den mehr als 20 von Distel konzipierten Lazarettbauten gehörte u.a. auch das Luftwaffenlazarett Greifswald. Nach dem Krieg war dort die Militärmedizinische Sektion (MMS) der Universität  Greifswald untergebracht und    bildete Personal für den                                                                            militärmedizinischen Bereich der Nationalen Volksarmee (NVA) aus. Der Grundriss entsprach der Form eines zweimotorischen Flugzeugs. Nach der politischen Wende  in der DDR ist die Einrichtung   heute Rehabilitationseinrichtung der Medigreif-Gruppe.  Neben seinem breit gefächerten Aufgabenbereich und der Konzeption für die  Großprojekte von Universitätskliniken in Porto und Lissabon haben Distels Bücher  "Krankenhäuser" und "Rationeller Krankenhausbau" die Entwicklung  des Krankenhauswesens in Europa wesentlich beeinflusst.  Im Jahre 1945 starb Hermann Distel, fast 70 jährig, in Hamburg, wo er über  Jahrzehnte sein Architekturbüro betrieb.  Während des Frühjahrstreffens der AKG (Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen) besuchten 2012 60 Architekten das Dölauer Krankenhaus und haben sich zur Bausubstanz  und der gelungenen Sanierung durch Entwurfsverfasser Michel Marx lobend und anerkennend geäußert. Verfasser: Dr. Christian Richter Quellen: Abb. 1- 5 aus Peter R. Pawlik, "Von Bergedorf nach Germania Hermann Distel 1875-1945",                               Ein Architektenleben in bewegter Zeit                Abb. 6    www. militärmedizin.de                Abb. 7    www. medigreif-parkklinik.de Abb.1 Portrait Hermann Distel, Öl auf Leinwand, vermutlich von Kurt Koch,1929                                 Abb.2   Lageplan des Lazaretts in Dölau,             Distel 1938                                  Abb.3   Skizze des Lazaretts in Dölau,             Distel 1938                                  Abb. 4  Datenblatt, 1938                                  Abb.5   Modellfoto des Luftwaffenlazaretts               Greifswald, 1938                                  Abb.6   Die MMS Greifswald mit Armeegeneral Heinz Hoffmann (li.) und Gesundheitsminister Ludwig Mecklinger auf dem Gelände des ehemaligen Luftwaffenlazaretts                                  Abb. 7   Das ehemalige Luftwaffen- lazarett in Greifswald, jetzt Reha- Zentrum *** ***